TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V.
Ende des Jahres 2008 haben wir, aufgrund der Aufnahme des Märkischen Viertels in das Programm Stadtumbau West, die Idee eines Sport- und Gesundheitszentrums auf dem Brachgelände der ehemaligen Bettina-von-Arnim-Oberschule entwickelt. Natürlich war von Beginn an klar, dass der TSV selbst ein solches Zentrum nicht errichten kann. Dennoch bekamen wir für diese Idee so viel Zuspruch, dass uns mehr und mehr bewusst wurde, welcher sport- aber auch sozial- und gesellschaftspolitische Nutzen dem Märkischen Viertel dadurch entstehen würde. Wir investierten viel Zeit und begannen die Idee konzeptionell zu entwickeln und zu prüfen, ob es dem Verein gelingen könnte, das Zentrum langfristig ohne finanzielle Unterstützung zu betreiben. Nach vielen aufschlussreichen Gesprächen und Recherchen mussten wir uns vorerst von dem Traum einer Schwimmhalle verabschieden. Um die möglichen Bau- und Betreiberkosten zu reduzieren überprüften wir nocheinmal eingehend unseren Raumbedarf und stellten fest, dass wir vorläufig ebenso auf die Mehrfachturnhalle verzichten könnten, wenn wir ausreichend große Gymnastikräume schaffen würden, um die Sportarten aus den Schulhallen zu holen, die kleinere Gruppen trainieren, und die grundsätzlich nicht die Raumhöhe einer wettkampfgerechten Sporthalle benötigen.
So ist es uns mit dem weiterentwickelten Konzept gelungen, die aktuellen Baukosten um mehr als
30 % zu senken, damit die Finanzierungswahrscheinlichkeit zu erhöhen und dennoch die Möglichkeit einer späteren Erweiterung für eine Dreifachsporthalle und ggs. auch ein Schwimmbad einzuplanen. Zusätzlich haben wir viele Ideen der teilnehmenden Bürger aus der Ideenbörse vom 02.07.09 eingearbeitet und so nicht nur einen modernen Sportkomplex, sondern auch viel Raum für Freizeit- und Outdoorveranstaltungen, Trendsportarten und Erholung im MV geschaffen.
Da im Märkischen Viertel bisher nicht alle Programme der Stadtentwicklung umgesetzt werden und im Rahmen des Stadtumbaus leider nur sehr begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, sind wir derzeit bemüht weitere Möglichkeiten einer Finanzierung abzuklären. Wir hoffen nicht nur für uns, sondern für Reinickendorf, dass es uns gelingt, nicht nur Begeisterung zu wecken, sondern dass wir die Unterstützung erhalten, die dem demografischen Wandel und der Entwicklung des Märkischen Viertels Rechnung tragen.
Susanne Jurchen